Wie Alkohol auf den Körper wirkt, ein großer Bericht

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Alles über Wie Alkohol auf den Körper wirkt 

Inhaltsverzeichnis

Entspannen und enthemmen kann ein Glas Bier. Sogar auf die heilende Wirkung schwört so manch einer. Alkohol ist jedoch vor allem eines – ein gefährliches Zellgift. Mit jedem Schluck wird der Körper beansprucht und beschädigt.

So nimmt der Körper Alkohol auf

Für viele Menschen sind alkoholische Getränke wie Bier, Wein und Sekt ein Genussmittel. Zeitgleich sind es aber auch eines von wenig erlaubten Suchtmitteln. Alkohol ist für Mediziner Ethanol und schädigt die Zellen. Pro Tag können schon wenig Gramm ausreichen, um dem Körper auf Dauer zuzusetzen.

Alkohol gelangt schon im Mund über die Schleimhäute in den Körper. Jedoch nimmt die Magenschleimhaut den größten Teil auf. Der Alkohol gelangt anschließend in die Blutbahn und erreicht dort dann auch andere Organe. 

Nach einer Stunde ist im Durchschnitt die größte Alkoholkonzentration im Blut, diese wird dann langsam wieder abgebaut. Der Alkohol gelangt über die sogenannte Pfortader in die Leber. Diese baut diesen dann nur langsam ab. Bei einem großen Erwachsenen Menschen werden ca. 0,1 Promille pro Stunde abgebaut. Der Alkohol entfaltet in dieser Zeit jedoch im Körper und vor allem im Gehirn seine Wirkung.

Alkohol verändert die Wahrnehmung und das Verhalten

Im Gehirn wirkt Alkohol auf den Botenstoffwechsel und die Signalverarbeitung wird dabei gehemmt. Auf den Körper wirken bereits kleine Mengen des Rauschmittels entspannend und aufmunternd, doch je höher die aufgenommene Alkoholmenge ist, desto mehr wird die Wahrnehmung durch den Alkohol eingeschränkt und das Verhalten beeinflusst.

Es fällt dann schwerer unter Alkoholeinfluss die Entfernungen richtig einzuschätzen. Die Reaktionsfähigkeit und die Konzentration nimmt ab. Dem Körper wir aufgrund des Alkohols Wasser entzogen, dies führt sehr oft zu Müdigkeit. Verwirrtheit und Orientierungslosigkeit wird durch noch höhere Mengen verursacht.

Der Körper ist bereits bei zwei bis drei Promille wie betäubt. Bewusstlosigkeit setzt ab drei Promille aufwärts ein, dies kann lebensgefährlich sein. Die Körpertemperatur sinkt ebenfalls.

Kann der Körper große Alkoholmengen nicht mehr bewältigen, liegt eine  Alkoholvergiftung vor. Erbrechen, Atemprobleme und ein mögliches Koma sind gefährliche Folgen davon.

Was Alkohol im Körper zerstört 

Ethanol ist biochemisch betrachtet ein Zellgift. Der Körper versucht es aus diesem Grund so schnell wie möglich im Anschluss zu entschärfen. Der Körper wird rund um die Uhr von der Leber entgiftet, das Ethanol wird dabei durch die speziellen Enzymen in seine Bestandteile zerlegt.

Aus Alkohol wird so Kohlenstoffdioxid und Essigsäure gewonnen, während das Enzym Alkoholdehydrogenase auf dem Weg dorthin ein äußerst giftiges Zwischenprodukt bildet: das Acetaldehyd. Die Schleimhautzellen werden durch dieses Molekül geschädigt und die Weltgesundheitsorganisation gibt sogar an, dass es krebserregend sein soll.

Außerdem fördert der Alkoholabbau in der Leber die Produktion von Fettsäuren, diese sammeln sich mit der Zeit in der Leber an. Dadurch verfettet die Leber. Diese Leberveränderung führt oftmals später zu chronischen Leberschäden wie der Leberzirrhose, wenn auch reversibel. Im Lebergewebe bilden sich dabei Knötchen, die Leber verhärtet und die Zellen verlieren dadurch ihre Funktion. Rückgängig machen lässt sich dieser Zustand nicht, sondern nur noch aufhalten bzw. verzögern.

Die menschliche Leber ist zwar sehr belastbar, sie ist jedoch nicht schmerzempfindlich. Der Mensch merkt nicht was derweil mit den Leberzellen passiert, oder erst dann, wenn bereits starke Symptome aufgetreten sind. Auch andere Organe sind anschließend betroffen, wenn erst einmal eine Schädigung der Leber vorliegt. Eine zerstörte Leber kann langfristig zu einer Bauchspeicheldrüsenentzündung führen.

Langfristiger Alkoholkonsum führt im Gehirn dazu, dass sowohl Hirnmasse, als auch Hirnvolumen abnehmen. Hirnzellen werden durch jede Art von Alkoholkonsum zerstört. Dies ist jedoch oftmals nur bei Alkoholsüchtigen zu bemerken, da sie schlussendlich unter Gedächtnisproblemen leiden und ihnen die Bewegungsabläufe und Koordination schwerer fallen. An psychischen Störungen wie Depressionen leiden sie häufiger als gesunde Menschen. Viele Experten gehen davon aus, dass bei Erwachsenen auf Dauer größere gesundheitliche Schäden durch Mengen ab rund 24 Gramm Alkohol pro Tag anrichten– das entspricht gerade einmal zwei Gläsern Bier.

Schützt Alkohol vor Krankheiten?

Durch die Medien verbreitete sich kaum eine wissenschaftliche Nachricht so schnell,wie die, dass Forscher herausgefunden haben, vor häufigen und schwerwiegenden Erkrankungen wie Herzinfarkt könne Alkohol schützen.

Gerade solche Menschen litten laut einigen Studien deutlich seltener an Herzerkrankungen oder sind insgesamt älter geworden, wenn sie regelmäßig Alkohol getrunken haben im Gegensatz zu jenen, die abstinent lebten. Jedoch wurden in den Studien lediglich Korrelationen hergestellt. Letztlich kann nicht bewiesen werden, ob die wirkliche Ursache für die bessere Gesundheit oder das längere Leben der Alkohol ist oder etwas anderes.

Außerdem sind in vielen Aspekte der Studien nicht vollständig berücksichtigt oder herausgerechnet worden, wie der Lebensstil oder die genetische Veranlagung  der einzelnen Menschen.

Zudem liegen widersprüchliche Ergebnisse vor wie beispielsweise beim Einfluss und der Wirkung von Alkohol auf die Blutgerinnung. Bislang lässt sich daher nur behaupten, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein schützender Aspekt durch den Alkoholkonsum vorliegen kann. Kein Arzt wird einem abstinenten Menschen jedoch dazu raten, für die Gesundheit Alkohol zu trinken. Immerhin käme dazu das Risiko einer möglichen Suchterkrankung.

In jedem Fall stehen den angeblich positiven Eigenschaften gegenüber aber die nachgewiesenen schädlichen Effekte auf den Körper. Neben den Zellschäden in vielen Organen zählt dazu auch eine Gewichtszunahme über eine verringerte Fettsäureverbrennung. Wissenschaftlich belegt ist der umgangssprachliche Bierbauch, da Alkohol die Bildung von Bauchfett fördert und dies gesundheitlich besonders kritisch ist.

Besonders kritisch sollte an dieser stelle auch erwähnt werden das Spiele wie Bierpong oder andere Trinkspiele eher die Gefahr von Alkohol verharmlosen. Trotzdem sind sie Gesellschaft Fördern und tragen zu Freundschaft bei.

Kater als kurzfristige Folge

Eigentlich kommt die bittere Lektion des Abends immer erst am nächsten Morgen. Oft kommen bei einem gehörigen Kater schlechter Schlaf und körperliche Belastung zusammen. Der Schlafrhythmus verändert sich aufgrund des Alkohols. Er verkürzt die wichtigen REM-Phasen (Traumphasen) und die Tiefschlafphasen verlängern sich hingegen. Am nächsten Tag kann man sich so, unabhängig von der Schlafdauer, ebenfalls müde und erschöpft fühlen.

Dem Körper wird aufgrund des Alkohols stetig Wasser entzogen, somit müsste dann entweder während dem Alkoholkonsum oder nach diesen viel Wasser getrunken werden.

Der Körper benötigt ebenso eine ausreichende Menge an Mineralstoffe. Zuvor durch den erhöhten Harndrang hat der Alkohol diese vorhandenen Stoffe aus dem Körper gespült. Darüber hinaus verbraucht der Alkoholabbau im Körper viel Sauerstoff. Der Kreislauf kann mit einem ausgiebigen Frühstück und – im besten Fall – Bewegung an der frischen Luft wieder langsam auf Touren gebracht werden.

Der Schlaf ist jedoch ohne jeden Restalkohol immer noch am erholsamsten.